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Wahlschein mit Briefwahlunterlagen

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Ausstellung im Rathaus von Professor Hans-Joachim Leppelsack, Landesverbund für Vogelschutz in Bayern

Die Lerche – Vogel des Jahres 2019
Feldlerche

Die Feldlerche - Vogel des Jahres 2019
Wanderausstellung vom 04.04. – 18.04.2019 im Rathaus Schweitenkirchen

 

Von früher wissen wir, dass ein Spaziergang durch die Felder immer vom Gesang der Feldlerche begleitet wurde. Es war immer eine schöne Aufgabe für die Kinder, den singenden Vogel am Himmel zu finden. Feldlerchen singen fast ausschließlich im Flug und fliegen so hoch, dass man den kleinen Vogel fast nicht mehr sehen kann. Diese nette Suchaktion am Himmel entfällt heute bei den meisten Spaziergängen. Die Feldlerchen singen kaum noch. Der Lebensraum in den Feldern hat sich so sehr verändert, dass sie keinen Platz zum Leben mehr finden. Die Ackerraine, an denen sie früher brüteten, sind meistens umgepflügt. Die Insektenvernichtungsmittel, die auf die Äcker gesprüht werden, haben ihre Insektennahrung vernichtet. Da bleibt kein Platz zum Wohnen. Nun sollte niemand annehmen, dass sie dann ja woanders brüten kann. Alle Plätze, die ihr noch geeignet erscheinen, sind besetzt. Wenn sie kein Revier findet, muss sie sterben. So haben wir in den letzten Jahrzehnten etwa 1,5 Millionen Feldlerchen in Deutschland verloren. Dabei wissen wir gar nicht, wie viele Lerchen es noch vor 50 oder mehr Jahren bei uns gab. In Bayern wurde erst um 2000 mit dem regelmäßigen Zählen unserer Brutvögel begonnen. So ist uns das ganze Ausmaß der Katastrophe gar nicht bekannt.

 

Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) und der NABU haben die Feldlerche zum Vogel des Jahres ernannt, um auf den starken Rückgang dieses Allerweltvogels hinzuweisen. Im bayerischen Volksbegehren für die Artenvielfalt spielt sie eine besondere Rolle, da ihr starker Rückgang ein wesentlicher Grund für die Forderung nach einer Agrarreform ist. Mit mehr naturnahen Flächen in unserer Landschaft und weniger Agrargiften hat die Feldlerche wohl noch eine Zukunft. Mit ihr leben dann im Feld auch wieder das Rebhuhn, die Wachtel, der Kiebitz und viele am Boden brütende Kleinvögel. Es bleibt uns die Hoffnung, dass in der Landwirtschaft in Zukunft auch die Natur eine Chance bekommt und der starke Rückgang von Tieren und Pflanzen gestoppt wird.

 

Die Ausstellung kann bis 18.04.2019 zu den üblichen Öffnungszeiten im Eingangsbereich des Rathauses besichtigt werden.

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