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Coronavirus - Gesundheitsamt rät zur Umsicht

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Nachdem sich bereits in Nachbarlandkreisen Erkrankungsfälle bestätigt haben, rät das Gesundheitsamt zum umsichtigen Handeln. „Die derzeitige Lage ist sicher sehr ernst zu nehmen.“, so Frau Dr. Kudernatsch, Leiterin des Gesundheitsamtes Pfaffenhofen. Aber Grund für eine überzogene Panik besteht für den Normalbürger nicht. Es wird daher grundsätzlich auf die bereits bekannten Hygieneregeln hingewiesen.

Das Gesundheitsamt Pfaffenhofen möchte zudem darauf hinweisen, dass das Händewaschen mit Wasser und Seife völlig ausreicht. Ein Händedesinfektionsmittel bringt für Normalpersonen keine Vorteile. Zudem gibt es keine hinreichende Evidenz dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, signifikant verringert.

In der derzeitigen Situation befinden wir uns noch in der Phase der „Eindämmung“. Dabei wird das Ziel verfolgt, einzelne Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus dadurch so weit wie möglich zu verzögern. Um dies zu bewältigen, bittet das Gesundheitsamt die Landkreisbevölkerung dringend darum, Folgendes zu beachten:

  • Kinder mit Erkältungssymptomen sollen keine Kinderkrippe, Kindergarten oder Schule besuchen, sondern sich zu Hause auskurieren.
  • Außerdem sollten Personen mit Erkältungssymptomen keinesfalls Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser betreten. Bitte unterlassen Sie derzeit nicht notwendige Besuche im Krankenhaus, um keine Krankheitserreger einzutragen.

Das Bayerische Gesundheitsministerium hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, sich bei begründetem Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion zunächst telefonisch an den Hausarzt zu wenden. Keinesfalls soll solch eine Person ohne Vorankündigung den Hausarzt oder die Bereitschaftspraxis in der Ilmtalklinik aufsuchen.

Zur Entlastung der Praxen können Patienten über die Rufnummer 116117 den Ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren. Für Bürger mit einschlägigen Symptomen ist die 116117 rund um die Uhr erreichbar. Bei Notwendigkeit wird ein Arzt den Patienten in seinem häuslichen Umfeld aufsuchen und den entsprechenden Test durchführen. Patienten können sich zunächst selbst fragen, ob bei Ihnen ein begründeter Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus besteht:

Wenn Symptome wie Husten, Schnupfen, Durchfall, Halskratzen und Fieber bestehen und

  • es in den letzten 14 Tagen einen Aufenthalt in einem Risikogebiet gemäß dem Robert-Koch-Institut gab

oder

  • es zu einem Kontakt mit einem bestätigten Corona-Erkrankten kam ist eine genaue ärztliche Abklärung erforderlich.

Personen die einen wissentlichen Kontakt zu einem Coronavirus-Erkrankten hatten, sollen sich zudem umgehend an das Gesundheitsamt wenden.

Zusätzlich finden kontinuierlich interdisziplinäre Treffen der notwendigen Akteure auf Landkreisebene statt.

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