Bürgerversammlung
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Bürgerversammlungen 2011, Termine für 2012

Die Bürgerversammlungen für das Jahr 2012 wurden vom Gemeinderat in Übereinstimmung mit den Ortsteilvertretern in seiner Sitzung vom 08.11.2011wie folgt fest gesetzt:

Traditionell eröffnet wird der Reigen der fünf Bürgerinformationen mit der Versammlung für die ehemalige Gemeinde Aufham am Hl. Dreikönigstag, Donnerstag, den 6. Januar 2012, um 14.00 Uhr im Gasthaus Hartmeir in Aufham.

Es folgen die Abendveranstaltungen (Beginn jeweils 19.30 Uhr) wie folgt:

Montag, 09.01.2012, im Gasthaus Schick, Sünzhausen,

Mittwoch, 11.01.2012, im Hotel Liebhardt, Geisenhausen,

Mittwoch, 18.01.2012, im Dorfheim, Dürnzhausen

und schließlich wie immer die Schlussveranstaltung

am Montag, 23.01.2012, im V-Heim, Leitlhöhe 1, Schweitenkirchen.

 

Zusammenfassung der Bürgerversammlungen 2011

Zufriedene Bürger mit kleinen Wünschen

 

Die Gemeindebürger scheinen recht zufrieden mit ihrer "Regierung" zu sein: Zwar sind bei den insgesamt fünf recht harmonisch verlaufenden Bürgerversammlungen aus den Reihen der etwa 300 Gäste eine Vielzahl von Ideen und Anregungen vorgebracht worden, die großen Aufreger oder heiße Diskussionen fehlten jedoch.

 

Ein Themenbereich den der Bürgermeister hervorhob waren die Schule und der Kindergarten. Im Schuljahr 2009/2010 besuchen 332 Schüler und Schülerinnen die Grund- und Hauptschule, dass sind wieder um 12 Schüler weniger als im Vorjahr. Von den Schülern kommen 250 aus Schweitenkirchen und 82 aus Paunzhausen. Die Schulverbandsumlage beträgt derzeit 1.289 Euro pro Schüler und liegt aufgrund der sinkenden Schülerzahlen weiterhin an der untersten Grenze im ganzen Landkreis. So war es unumgänglich dem Schulverbund Süd (Pfaffenhofen, Rohrbach, Wolnzach, Reichertshausen, Schweitenkirchen (mit Paunzhausen) und Scheyern) beizutreten. Durch den Schulverbund können die Zweige Wirtschaft, Technik, Soziales, eine Praxisklasse und der M-Zug weiter gewährleistet werden. Als Start ist eventuell bereits diesem Herbst vorgesehen.

 

Im nun fertig sanierten Kindergarten ist eine zweite Gruppe der Kinderkrippe eingerichtet worden, die auch schon wieder "randvoll" sei. Für die Zukunft überlegt der Bürgermeister, im Kindergarten Geisenhausen noch eine neue Gruppe zu eröffnen. Insgesamt hat die Gemeinde allein für Krippe und Hort sieben neue Mitarbeiter eingestellt.


Den Kindergarten in Schweitenkirchen besuchen derzeit 153 Kinder und darf sich jetzt durch die Krippenerweiterung Kinderhaus nennen. In zwei Gruppen der Krippe werden 19 Kinder von 1-3 Jahren betreut, dazu kommen 95 Kinder im Alter von 3-6 Jahren, die in zwei Vormittags- und zwei Ganztagsgruppen sind und hinzu kommen 39 Kinder die in den Kinderhort gehen. Dies bewältigt ein 19-köpfiges Erzieher- und Kinderpfleger Team.

Den Grundschulkindern die in die Nachmittagsbetreuung gehen, wurde eine Mittagsverpflegung je nach Bedarf angeboten.

Die Betreuungszeiten für die 23 Kinder des Kindergartens St. Emmeram in Geisenhausen wurden von 7.30-13 Uhr ausgeweitet.

 

Vogler erwähnte auch wichtige Maßnahmen im Straßen- und Wegebau, wo die Gemeinde "wie alle Jahre sehr viel gemacht hat". Besonders umfangreich war die Maßnahme in Holzhäuseln, die rund eine Million Euro gekostet hat. Ein schöneres Ortsbild entstand in Schweitenkirchen durch die Neugestaltung des ehemaligen Heigl-Hauses in eine ansprechende Parkfläche samt Anpflanzung, welche morgens und mittags sehr gut frequentiert wird.

Daneben wurde die Kanalsanierung Ampertshausen und Dietersdorf fertig gestellt, das kostete 460.000 €. Großes Aufatmen war in Güntersdorf und Aufham spürbar als die Orte an das DSL-Netz angeschlossen wurden, vor kurzem wurden auch die Ortsteile Dürnzhausen, Gundelshausen, Sünzhausen und Holzhausen angebunden; Gesamtkosten 232.000 €.

Die Fertigstellung der Photovoltaikanlage auf dem neuen Bauhof-Gebäude ist mit der bereits bestehenden Anlage aufgrund der Einspeisevergütung auch in wirtschaftlicher Hinsicht eine lohnende Investition.

Eine erfreuliche Nachricht gab es für die Bürger auch im Bereich Kanalisierung: Dort wurde über die Fortschritte beim Generalentwässerungsplan berichtet, der die Gemeinde insgesamt 1,7 Millionen Euro kosten wird. Die gute Nachricht aber daran: Es werden dafür von den Bürgern keine Verbesserungsbeiträge erhoben.

 

Auch Höhepunkte des vergangenen Jahres aus den Gemeindeteilen durften nicht fehlen, wie der Sieg von Sünzhausen bei "Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft." Sünzhausen konnte im selben Jahr den Abschluss der Dorferneuerung feiern, die die Gemeinde eine weitere Million Euro gekostet hat.

 

Die wesentlichen gesellschaftlichen Ereignisse des vergangenen Jahres waren das traditionelle Volksfest, sowie der Christkindlmarkt, der erneut ein Rekordergebnis verzeichnete. Daneben trugen unsere Feuerwehren, Vereine und Dorfgemeinschaften essentiell durch Veranstaltungen zum Zusammenhalt in den Ortsteilen bei.

 

Die finanzielle Situation der Gemeinde Schweitenkirchen ist derzeit als geordnet zu betrachten. So reduzierte sich im Jahr 2010 die pro Kopfverschuldung auf 92 Euro/Einwohner. Der Gemeindehaushalt 2011, ebenso auch die Haushalte der Zweckverbände sind genehmigt. Nach wie vor gibt es keine Schlüsselzuweisung, daher wurde sehr maßvoll geplant.

Selbst bei der Realisierung der beabsichtigten Maßnahmen für 2011 wird die Prokopfverschuldung weiter rückläufig sein.  

 

Die Verkehrsinsel am Ortseingang besser ausleuchten, eine neue Anschlagtafel in Frickendorf errichten, Meldungen zu defekten oder zusätzlichen Straßenlampen, verschiedenen Wünsche und Anträge für Straßenbeschilderungen bzw. -sanierungen, ein Antrag auf eine Ampel in Höhe Rathaus, weiterer DSL-Ausbau, Hochwasserschutz, weitere Kinderspielplätze sowie mehrere Wortmeldungen in Sachen Winterdienst  – mit solchen und ähnlichen Vorschlägen befasste sich Bürgermeister Albert Vogler im Anschluss an seine rund einstündigen Ansprache. Bei den meisten Vorschlägen konnte er der Rathauschef zusichern, dass die Gemeinde den Anliegen nachgehen wird.

 

In Schweitenkirchen kamen auch einige Fragen zu Windkraftanlagenstandorten auf. Unter anderem wollte man wissen ob in unserem Landkreis eine Machbarkeitsstudie vorliegt? Diese Frage konnte der Bürgermeister verneinen. Ob die Gemeinde noch Flächen ausweisen wolle, "damit wir die Windräder dann dort haben, wo wir sie haben wollen und nicht, wo sie uns hingesetzt werden", damit soll sich der Gemeinderat in Zukunft befassen, kündigte Vogler an.

 

Freundlich nachgehakt wurde zum Verkehrsproblem bei den Autobahnein- u. ausfahrten, denn auf der Staatsstraße 2045 kracht es immer häufiger und die Bürger wünschen sich schon seit langem einen Kreisverkehr und einen Geh- und Radweg in diesem Bereich. Planungen und Anträge dazu gibt es schon lange. Die Gemeinde hat nun das Planungsbüro Eichelseher beauftragt die aktuellen Zahlen aus der Verkehrszählung 2010 in die Planungen einzuarbeiten. Leider scheiterten alle bisher an das Staatliche Bauamt und an die Autobahndirektion bestellten Anträge.

 

Wie der aktuelle Stand in Sachen Lärmschutz entlang der Bundesautobahn A9 sei wurde gefragt. Hier konnte Bürgermeister Vogler auf die zahlreichen öffentlichen Gemeinderatssitzungen, Veranstaltungen, Fernsehberichte (BR) und Zeitungsberichte in der Rundschau und in der öffentlichen Presse verweisen. Bei einer Klageerhebung durch Bürger brauchen diese eine eigene anwaltschaftliche Vertretung, denn eine Vertretung ihrer Anliegen durch den gemeindlichen Anwalt und eine evtl. Kostenerstattung ihrer Klage- und Anwaltskosten durch die Gemeinde ist nicht möglich. Die Gemeinde habe betreffend ihrer Belange Klage gegen dieses Plangenehmigung vor dem Verwaltungsgerichtshof erhoben.

 

Für die Zukunft würde der Gemeinderat gerne noch ein neues Baugebiet in Schweitenkirchen ausweisen. Außerdem wird die Gemeinde in Sachen Lärmschutz am Ball bleiben und über die aktuellen Schritte informieren. Prinzipiell, so Vogler, sei man nicht gegen die Freigabe des Standstreifens, da damit Staus vermieden werden könnten. Man wünsche sich aber Gleichbehandlung mit anderen Gemeinden – sprich, dann sollten auch die entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen erfolgen.

 

Behandlung der Wünsche und Anregungen im Gemeinderat

 

Wie bereits in den vergangenen Jahren wurden die 61 Wünsche und Anregungen aus den fünf Bürgerversammlungen noch einmal eingehend im Gemeinderat, in der Sitzung am 8. Februar, behandelt.


Für Diskussionsstoff sorgte im Gemeinderat der Wunsch einer Aufhamerin nach einem Kinderspielplatz. Die Gemeinde könnte den Bürgern die Möglichkeit bieten, auf der Flurnummer 454/1 in Eigenleistung ähnlich wie in Holzhausen einen Kinderspielplatz zu errichten.

Die Lage des Grundstücks wurde allerdings als problematisch gesehen: Gemeinderätin Sonja Ziegldrum (FWG/WGS) hatte Bedenken, dass der Platz fast keine Sonne bekäme, außerdem fürchtete sie Lärmbelästigungen für die Anlieger. Christian Ostler (SPD) sah vor allem in der Abgeschiedenheit des Platzes Probleme. "Ein Grundstück an der Straße wäre sicher einsichtiger, aber das wollen die Bürger wegen der Verkehrsgefährdung nicht," so Bürgermeister Vogler. Letztlich wollen sich die Räte das Grundstück bei einem Ortstermin ansehen, sich aber eventuell auch Alternativen überlegen.

Auch im Ortsteil Dürnzhausen bestand Interesse an einem Kinderspielplatz. Hier würde die Gemeinde ebenfalls ein Grundstück bereitstellen, wenn sich die Eltern in Eigeninitiative beteiligen würden.

Gute Nachrichten gab es für die DSL-Versorgung der restlichen Ortsteile, die auf unterschiedlichen Versammlungen angesprochen worden war. Die Gemeinde sei gerade dabei, entsprechende Angebote einzuholen. Danach würde im Gremium über die Umsetzung entschieden werden.

 

Offen zeigte sich das Gremium auch für die Anregung eines Schweitenkirchener Bürgers, wenigstens ein Teilgrundstück des ehemaligen Wittmanngasthofes zu erwerben, zum Beispiel als Ortskernplatz mit einer Haltemöglichkeit für Busse. Die Gemeinde bleibe diesbezüglich in Verhandlungen und Gesprächen, hieß es im Gremium.

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Letzte Änderung: 03.01.2012