Sünzhausen ist Landkreissieger im Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunf – Unser Dorf soll schöner werden“
Die Teilnahme am Dorfwettbewerb war für Sünzhausen eine Premiere. Doch was andere erst nach mehreren Anläufen schaffen, gelang Sünzhausen auf Anhieb und wurde Landkreissieger.
Hervorragende 86 von möglichen 100 Punkten erhielt Sünzhausen von der achtköpfigen Jury. Diese wurde vom Kreisfachberater für Gartenbau und Landschaftspflege, Josef Stadler, angeführt und setzte sich weiter wie folgt zusammen: für Baugestaltung und Heimatpflege Kreisbaumeister Gunther Hasse und Kreisheimatpfleger Roland Gronau; für Grüngestaltung Carmen Kiefer von der Unteren Naturschutzbehörde (innerhalb des Ortes) und der Sachgebietsleiter Naturschutz Heinz Huber (außerhalb, Einbindung in die Landschaft); für den Bereich soziales und kulturelles Leben (Engagement der Bürger) stellvertretende Kreisbäuerin Maria Widmann und stellvertretender Gartlerkreisvorsitzender Josef Probst; für Ist-Zustand und Zukunft des Dorfes als Vertreter des Gemeindetages Bürgermeister Albert Vogler.
Neben zahlreichen Vertretern aus den Vereinen waren auch viele Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Gemeinderat Johannes Zellner konnte neben den Jurymitgliedern u. a. Gemeinderätin Herta Leipold, den 1. Vorsitzenden des Krieger- und Veteranenvereins Josef Waller, den Ehrenvorsitzenden der Lindenschützen Adolf Zellner, den 2. Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Norbert Dotterweich, sowie viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr begrüßen und bedankte sich für die zahlreich erschienenen Teilnehmer.
Vor der Besichtigungstour stellte Johannes Zellner Sünzhausen, mit den dazugehörigen Ortsteilen, allen Erschienenen zusammen mit der Landkreisjury kurz vor. Dabei erfuhr die Jury allerlei Wissenswertes über das Dorf- und Vereinsleben und die Geschichte des Ortes.
So zeigt Sünzhausen ein stetiges kontinuierliches Wachstum der Einwohnerzahlen. Waren es 1980 noch 203 Einwohner, zählt man aktuell bereits 366. Der Ort Sünzhausen liegt auf einer Höhe von ca. 500 Metern, wobei sich der höchste Punkt auf etwa 530 Metern über dem Meeresspiegel befindet.
Während der weiteren Führung berichteten untern anderen Josef Waller, Adolf Zellner, Brigitte Manegold und die ehemalige Mesnerin Christa Kirchmeier viel um die Sünzhauser Geschichte und die Kirche. Dabei spürte die Jury die starke Dorfgemeinschaft, welche auch die Dorferneuerung stets kräftig vorantrieb.
Das Sünzhausen am Ende auf dem Bewertungsbogen unter den drei Teilnehmern der Gruppe A am Dorfwettbewerb die Nase vor hatte, lag an mehreren positiven Faktoren, erläuterte Kommissionschef Josef Stadler. Die Ortschaft zeichne sich zunächst einmal durch ein "harmonisches Gesamtbild" aus – sowohl was ihre Einbettung mitten in die Holledauer Hügellandschaft betrifft als auch bezüglich der Einbindung der nicht mehr ganz so jungen Neubaugebiete "in den alten Ortskern".
Weitere Pluspunkte sammelte Sünzhausen laut Kreisfachberater Stadler durch "viele intakte Hofräume und schöne Dreiseithöfe, üppige Obstgärten und ansprechende Vorgartensituationen". Weiter hob der Juryleiter die gute "Vernetzung des alten Dorfes mit den Neubaugebieten" durch Gehwege hervor. Beifall der Kommission fand auch das Ensemble von Kirche, ehemaligem Pfarrhof und Brotbackofen sowie des neuen Feuerwehrhauses und des Gemeinschaftsstadels nebenan. Außerdem hätten den Juroren in Sünzhausen der reiche Blumenschmuck und die vielen idyllischen Winkel gefallen. Nicht zuletzt habe Sünzhausen von der Dorferneuerung profitiert.
Mit dem Sieg auf Landkreisebene hat sich Sünzhausen auch für den Bezirksentscheid qualifiziert, der voraussichtlich im Juni/Juli 2011 durchgeführt wird. So schön sich das Dorf schon jetzt präsentiert, hat die Kommission dennoch ein paar Schwachpunkte entdeckt, an denen bis dahin noch gearbeitet werden kann. Das seien unter anderem ein paar größere Hofräume, die derzeit noch kahl seien, "weil der traditionelle Hofbaum fehlt", die teilweise "nackte" Kirchenmauer oder manche verbesserungswürdige Vorgärten.
Beim Besuch der Bewertungskommission: Begleitet von einigen Dorfbewohnern spazierten die Juroren durch Sünzhausen. Und was sie sahen, gefiel ihnen so gut, dass sie den Ort mit 86 Punkten zum Landkreissieger kürten. Das Bild zeigt v. links: 1. Bürgermeister der Gemeinde Schweitenkirchen und Vertreter des Bayerischen Gemeindetags Albert Vogler, Carmen Kiefer von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Pfaffenhofen, Heinz Huber Naturschutzfachreferent, Kreisbaumeister Gunther Hasse, Kreisheimatpfleger Roland Gronau, Stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Josef Probst, stellvertretende Kreisbäuerin Maria Widmann, Kreisfachberater Leitung und Organisation Josef Stadler (1. v. rechts) und den 2. Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Schweitenkirchen Norbert Dotterweich (2. v. rechts).
Ein ganzes Dorf jubelt und feiert am 26. September den Abschluss der Dorferneuerung
Ein ganzes Dorf jubelt und auch Bürgermeister Albert Vogler stimmt mit ein: Seit die Bewertungskommission beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden" den Ort Sünzhausen zum Landkreissieger gekürt hat, ist die Freude dort riesengroß. "Ich bin richtig stolz auf das Dorf und meine Sünzhausener", so die Reaktion des Rathauschefs auf den großen Erfolg beim Dorfwettbewerb.
Wenn am 26. September 2010 das Abschlussfest der Dorferneuerung (Ende 31. Dezember 2009) stattfindet, haben die Sünzhausener, Holzhauser die Bewohner von Holzhäuseln und Jetzelmaierhöfe jetzt noch einen zweiten guten Grund zum Feiern. Und dass sie zu feiern versteht und in der Lage ist, außergewöhnliche Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, hat die Dorfgemeinschaft in der Vergangenheit bereits eindrucksvoll bewiesen. Als Beispiele seien nur das historische Fest zu 1200 Jahre Sünzhausen (2008) und die aufwendige Freilichtaufführung des "Holledauer Schimmel" (2003) genannt.
Nicht erst seit dem Besuch der Bewertungskommission im Rahmen des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden" ist Sünzhausen bekannt für seine intakte Dorfgemeinschaft und ein lebendiges Dorfleben. Aber auch das Erscheinungsbild ihres Dorfes liegt den Sünzhausenern besonders am Herzen – und dafür haben sie nun eine schöne Bestätigung erhalten. Nach der Dorferneuerung sei Sünzhausen "ein echtes Schmuckstück", meint Bürgermeister Albert Vogler, der auch "Begeisterung und Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft" lobt.
Groß war das Interesse der Bürgerinnen und Bürger bei der Besichtigungstour
Diese Tugenden hätten die Sünzhausener nicht nur bei den Großveranstaltungen bewiesen, sondern zum Beispiel auch beim Umbau des alten Stadels, den die Gemeinde mit dem Grundstück für das neue Feuerwehrhaus gekauft habe, in eine Festhalle. Die Gestaltung der Außenanlagen beim Gerätehaus sei auch die letzte Maßnahme im Rahmen der Dorferneuerung gewesen.
"Als ich gehört habe, dass wir Erster sind, ist mir richtig das Herz aufgegangen", gestand Gemeinderat Johannes Zellner, der beim Besuch der Bewertungskommission die Führung durch den Ort und die Moderation für die Dorfgemeinschaft übernommen hatte. Fast noch mehr habe er sich aber gefreut, so Zellner, dass alle, denen er die Nachricht überbrachte, ebenso begeistert waren.
Viele Leute hätten in der Vergangenheit unterschätzt, "wie schön das kleine Sünzhausen ist" – umso mehr freue man sich über den Erfolg beim Wettbewerb. Als Grundlage dafür nennt Johannes Zellner: "Die Dorfgemeinschaft, die an einem Strang zieht." Viel bewegt habe auch die Dorferneuerung, über acht Jahre. Jetzt habe man noch ein Jahr Zeit bis zum Kreisentscheid und da werde man noch einmal "kräftig anschieben und den zweiten Gang einlegen". Wer die Sünzhausener kennt, hat daran keinen Zweifel.
Im Vordergrund das idyllische Plätzchen „Hüadalacha“